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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Krieg in der Ukraine ist das zentrale Thema der G7-Beratungen in Münster.
  • Bundesaußenministerin Baerbock kündigte eine koordinierte Winterhilfe für das von Russland angegriffene Land an.

Die G7-Staaten wollen der Ukraine helfen, gut durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Gastgeberin Annalena Baerbock - Deutschland hat bis Jahresende die Präsidentschaft inne - kündigte in Münster eine koordinierte Aktion der G7 an. "Den gemeinsamen Sanktionen, die wir auf den Weg gebracht haben, denen folgen jetzt die gemeinsamen Winterhilfen von G7-Partnern", sagte die Bundesaußenministerin am Donnerstag (3. November) zum Auftakt der Beratungen der Außenminister:innen.

Neben den anderen G7-Staaten Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien hätten weitere Nationen ihre Bereitschaft signalisiert, mitzumachen, sagte die Grünen-Politikerin. Baerbock warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, noch tiefer in die Unmenschlichkeit zu sinken. Der Kremlchef ließ zuletzt gezielt Kraftwerke zur Energieversorgung in der Ukraine bombardieren. Die G7-Runde werde nicht zulassen, dass massenhaft ältere Menschen, Kinder und Jugendliche durch die Methode des Aushungerns und des Erfrierenlassens ums Leben kämen.

Deutschland schickt Ukraine mehr als 100 Generatoren für den Winter

Deutschland habe zur Stabilisierung des Stromnetzes bereits mehr als 100 Generatoren auf den Weg gebracht. Daneben liefere man Heizgeräte, Pumpen, Wohn- und Sanitärcontainer, Betten, Decken sowie Zelte. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte am Rande des Treffens, Putin sei bereit, das Land im Winter in Dunkelheit zu versetzen, "was ein Kriegsverbrechen ist".

"Diese Winterhilfe bedeutet auch, dass wir nicht akzeptieren, dass der Frieden und das internationale Recht über den Winter gebrochen werden", betonte Baerbock. "Wir werden nicht hinnehmen, dass der russische Präsident mit seiner Strategie des Brechens der Ukraine erfolgreich ist. Wir werden nicht akzeptieren, dass er darauf hofft, dass der internationale Zusammenhalt gebrochen wird."

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa