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Das Wichtigste in Kürze:

  • Trump reicht Verleumdungsklage gegen den US-Sender CNN ein.
  • Ex-Präsident sieht sich u.a. durch angeblichen Hitler-Vergleich verunglimpft.
  • Republikaner will 475 Millionen Dollar Schadenersatz.

Ex-US-Präsident Donald Trump will vom Nachrichtensender CNN 475 Millionen Dollar Schadenersatz. Er wirft dem Medium Verleumdung vor und hat am Montag (04.10.) durch seine Anwälte Klage bei einem Gericht in Florida einreichen lassen. Trumps Vorwurf: CNN habe versucht, seinen massiven Einfluss als angeblich vertrauenswürdige Nachrichtenquelle zu nutzen, um ihn zu diffamieren und "politisch zu besiegen". 

Trump verklagt US-Sender CNN

Trump bezieht sich bei seinen Vorwürfen auch auf seine mögliche erneute Kandidatur für das Präsidentenamt in Washington. Der Sender habe die Verleumdungskampagne gegen Trump in den zurückliegenden Monaten noch verschärft, weil CNN fürchte, "dass der Kläger 2024 für das Amt des Präsidenten kandidieren wird". Ob er tatsächlich wieder für die Republikaner ins Rennen geht, ist noch unklar. Zwar befeuert Trump Spekulationen darüber, er hat sich aber noch nicht offiziell dazu geäußert. 

In der Anklageschrift wirft Trump dem Nachrichtensender konkret vor, ihn in skandalöser Weise etwa als "Rassisten" oder als "russischen Lakaien" bezeichnet zu haben. Auch sei er mit Hitler verglichen worden. Die hohe Schadenersatzsumme in dreistelliger Millionenhöhe wird damit begründet, dass der Ex-Präsident durch die CNN-Berichterstattung Rufschädigung, "Schmerz, Demütigung und seelische Qualen" erlitten habe. 

"Schmerz" durch angeblichen Hitler-Vergleich

Das Vorgehen gegen CNN passt ins Bild von Trumps Umgang mit Medien, die ihm gegenüber kritisch berichten. Sie bezeichnet er regelmäßig als lügnerisch ("fake news") und als "Feinde des Volkes". Auch stellt er kritische Berichterstattung und mehrere juristische Auseinandersetzungen mit offiziellen Stellen stets als den Versuch seiner politischen Gegner dar, ihn als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa