Bei einem schweren Erdbeben sind im Osten der Türkei mindestens 18 Menschen getötet worden. Das bestätigte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht auf Samstag. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde Afad, 13 Menschen seien in der Provinz Elazig ums Leben gekommen, vier in der Provinz Malatya und einer in Diyarbakir. Insgesamt seien mehr als 650 Menschen in sieben Provinzen verletzt worden.

Andere Medien wie der Staatssender TRT berichteten unter Berufung auf Behörden zudem von rund 30 Menschen, die unter Trümmern von eingestürzten Gebäuden verschüttet liegen sollen. Örtliche Medien zeigten Bilder von in sich zusammengerutschten Häusern.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte laut Anadolu, es würden alle Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. In einem Tweet wünschte er den Verletzten schnelle Heilung und den Toten die Gnade Gottes. Außerdem habe er mehrere Minister in die Region entsandt, darunter Gesundheitsminister Fahrettin Koca und Innenminister Süleyman Soylu.

Aus dem Verteidigungsministerium hieß es, es seien Krisenstellen eingerichtet worden, um Such- und Rettungsmissionen zu unterstützen. Die Katastrophenschutzbehörde Afad meldete, sie habe Hunderte Helfer sowie Zelte, Betten und Decken in die Region geschickt.

Afad hatte die Stärke des Bebens zunächst mit 6,8 angegeben. Anadolu zufolge bezifferte die türkische Kandilli-Erdbebenwarte kurz darauf die Stärke auf 6,5. Das Zentrum habe in der Provinz Elazig im Bezirk Sivrice gelegen. Das Beben war aber auch in vielen angrenzenden Provinzen spürbar und wurde von mehreren Nachbeben gefolgt.

Die Türkei ist besonders erdbebengefährdet. Eines der tödlichsten Beben war eines der Stärke 7,6 im Jahr 1999 mit Epizentrum in Gölcük südöstlich von Istanbul. Damals gab es Zehntausende Verletzte und Tote.