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Noch immer stecken sich täglich über 70.000 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus an. Eine allgemeine Empfehlung für die zweite Booster-Impfung will die Ständige Impfkommission (Stiko) allerdings nicht aussprechen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Derzeit sei die vierte Impfung nur über 60-Jährigen und Menschen mit Vorerkrankungen angeraten, wie der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens gegenüber der dpa erklärte.

Jede Person wird sich immer mal wieder infizieren

Der Ulmer Virologe sehe keinen Anlass für eine Ausweitung der Empfehlung. Es zeige sich, "dass die Impfung keinen längerfristigen Schutz vor einer Coronainfektion bietet, allerdings wohl vor einem schweren Verlauf". Mertens betonte, jede Person werde sich absehbar immer mal wieder infizieren. Die breite Öffentlichkeit zur Vermeidung von Infektionen regelmäßig zu impfen, sei nicht denkbar.

Wie sich die Coronazahlen in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden, könne man schwer vorhersagen, so der Ulmer Virologe weiter. Bis Dezember sei aber mit einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen. Aktuell gebe es wieder eine Coronawelle, welche die Krankenhäuser teilweise vor Probleme stelle. Grund dafür seien laut Mertens aber Personalengpässe. 

 Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa