- Bildquelle: ProSieben / Marc Rehbeck © ProSieben / Marc Rehbeck

Nach ihrem erfolgreichen Opel-Casting öffnet Ashley die Tür zu ihrer Vergangenheit und gewährt den anderen GNTM-Models einen sehr privaten Einblick in die Geschichte ihrer Familie. Dabei wird sie unerwartet emotional.

Fuß fassen und Wurzeln schlagen

"Ich bin niemand, der oft vor anderen Menschen weint. Mir ist es schon wichtig, dass sie mehr über mich erfahren. Weil sie auch viel über sich erzählen", erklärt Ashley. Im Wohnzimmer haben sich die anderen GNTM-Anwärterinnen versammelt und hören ihr gespannt zu.

"Ich finde Opel so cool! Das war das erste Auto, das sich mein Papa leisten konnte, als er nach Deutschland kam", beginnt Ashley. Ihre Stimme zittert und bricht. Tränen fließen ihr über die Wange.

Die Erinnerung an die schweren Zeiten, die ihr Vater erlebt hat, sind auch an Ashley nicht spurlos vorbeigegangen. In den 90er Jahren ist ihr Vater allein nach Deutschland gekommen. Damals war er 25 Jahre alt. "Er ist als Flüchtling hergekommen und hat zwei Jahre im Asylheim gewohnt. Es war in den 90ern mit Rassismus noch echt krass. In der Stadt, in der sie gewohnt haben, waren sie die einzigen Afrikaner. Das haben sie zu spüren gekommen. Als er zum Amt gegangen ist, um den deutschen Pass zu bekommen und Arbeit zu finden, war es sehr schwierig für ihn", erzählt das Model.

Schließlich wurden Ashley und ihre ältere Schwester geboren. "Er hat sich den A*sch aufgerissen. Noch nie hat jemand so viel gemacht wie mein Papa für mich", setzt sie voller Stolz und Rührung fort. Er habe gewusst, dass seine Familie ein Auto brauche, und habe so viel gearbeitet, bis es endlich vor der Tür stand.

Im Clip: Ashley zeigt sich von ihrer emotionalen Seite

Der Kreis schließt sich

Für Ashleys Vater war der Kauf dieses Autos ein wichtiger Meilenstein. Viele Jahre später erhält seine jüngste Tochter ihre ersten Modeljob – ausgerechnet bei Opel. Wird dieses Casting auch für Ashley zu einem wichtigen Ereignis in ihrer Model-Karriere? Die GNTM-Anwärterin wünscht es sich von ganzem Herzen. Denn Ashley hat sich ein Ziel gesetzt. Sie will ihrem Vater in naher Zukunft verkünden können: "Ok Papa, jetzt kannst du ein bisschen weniger arbeiten."

Ashley: "Das war eine große Herausforderung, obwohl es etwas komplett Normales ist"   

Jura-Studentin, Nachhilfelehrerin und VHS-Dozentin. Ashley ist vielseitig engagiert und interessiert. Durch "Germany's Next Topmodel" möchte sie anderen jungen Frauen ein Vorbild sein. Wie? Hier erzählt sie es. 

Ein Münchner Kindl mit togoischen Wurzeln. So könnte man die in Baden-Württemberg geborene und in München aufgewachsene Ashley beschreiben.

Ihren Afro trägt Ashley seit knapp drei Jahren mit Stolz – und hätte damit nach eigenen Angaben schon fast Autounfälle verursacht: "Ich weiß noch ganz genau, als ich angefangen habe ihn zu tragen und das erste Mal mit der U-Bahn nach München gefahren bin, wie mich Leute angeschaut haben. Ich habe wirklich fast Autounfälle verursacht, weil Leute so krass geschaut und getuschelt haben. Das war eine große Herausforderung, obwohl es etwas komplett Normales ist und mein natürlicher Look ist", erinnert sich Ashley.   

Im Clip: Ashley - "Ich falle im Dorf schon auf"

Ashley: "Es [ist] in Ordnung, seine Haare offen zu tragen"   

Selbst ihre Eltern, beide aus Togo, wollten ihr davon abraten, ihre Haare auf diese Art zu tragen. Sie schlugen ihr Braids oder Extensions vor. Doch Ashley ließ sich nicht umstimmen. Bei "Germany's Next Topmodel" hat sie sich vorgenommen, mit gutem Beispiel voranzugehen: "Mir war es auch wichtig, jungen Mädels zu zeigen, dass es in Ordnung ist, seine Haare offen zu tragen und dass man modeln kann mit einem Afro."  

Allgemein findet Ashley, dass die Zeit reif ist für mehr Vielseitigkeit: "Es ist Zeit für Diversity und es ist Zeit auch für mich, es ist Zeit zu zeigen, was ich drauf habe", sagt sie selbstbewusst.   

Was Ashley bei "Germany's Next Topmodel" erlebt, siehst du immer donnerstags 20:15 Uhr auf ProSieben. 

Das könnte dich auch interessieren: