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Galileo

"Frankenstein": Die wahren Begebenheiten hinter dem Horror-Klassiker

15.05.2018 • 13:25

Wohl jeder kennt den Klassiker "Frankenstein". Nur die wenigsten wissen, der Roman basiert wohl auf einer wahren Begebenheit. Die Burg Frankenstein gibt es wirklich am Rande des Odenwalds. Hier gab es tatsächlich einen verrückten Wissenschaftler.

Der Roman "Frankenstein" oder auch "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" von der englischen Autorin Mary Shelley flößt nun seit mittlerweile 200 Jahren seinen Lesern Angst und Schrecken ein.

Viktor Frankenstein erschafft ein Monster

Es geht dabei um den Wissenschaftler Viktor Frankenstein, der mit menschlichen Körpern experimentiert und mithilfe von Elektrizität ein Monster erschafft – Frankensteins Monster. Doch was steckt hinter der gruseligen Geschichte?

Als Vorbild dient offenbar ein wahrer Fall. Denn eine Burg Frankenstein gibt es wirklich. Sie liegt südlich von Darmstadt am Rande des Odenwaldes. Im Jahr 1673 wurde auf der Burg der Alchemist und Arzt Johann Konrad Dippel geboren. Und er ist es auch, der Mary Shelly zu der Figur des Viktor Frankenstein inspiriert haben soll. Was er auf der Burg gemacht haben soll, erfahrt ihr oben in unserem Video.

Galvanismus war damals sehr populär

Es gibt aber auch andere Einflüsse zu dem Buch. Mary Shelly schrieb ihren Roman zu einer Zeit, als der Galvanismus gerade populär war. So wird die Erforschung von Muskelzuckungen beschrieben, der durch elektrischen Strom erzeugt werden.

Diese Forschung geht auf den Arzt Luigi Galvani zurück. Dieser entdeckte im Jahr 1780 durch Zufall, dass Froschschenkel zu zucken beginnen, wenn man zwei miteinander verbundene Nadeln aus Eisen und Kupfer an sie dranhält. Galvani hatte unwissentlich einen Stromkreis hergestellt.

Versuche an Leichen vor öffentlichem Publikum

Diese Entdeckung regte viele vermeintliche Forscher und Ärzte zu weiteren, teils schaurigen Untersuchungen an. So auch an menschlichen Leichen. Man versuchte Menschen mithilfe von Elektrizität wieder zum Leben zu erwecken. In öffentlichen Shows wurden Körperteile mit Strom durchsetzt und die Reaktionen beobachtet.

Dieser Zeitgeist prägte auch die junge Autorin Mary Shelly und inspirierte sie zu den Versuchen von Viktor Frankenstein in ihrem Buch.

"Frankenstein" hält Einzug ins Kino

"Frankenstein" wurde mittlerweile unzählige Male verfilmt. Die erste Verfilmung ist sogar schon über 100 Jahre alt und wurde 1910 gedreht. Im Jahr 1994 kam der Film "Mary Shelley’s Frankenstein" mit Robert De Niro in der Hauptrolle in die Kinos. Das zeigt, dass die Geschichte um grausame, medizinische Versuche die Menschen auch heute noch fesseln.

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