Die Jury

Starkes Kompetenz-Team für die zweite Staffel der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“

Model, Moderatorin und Werbeprofi Lena Gercke, Moderator und Gründer Joko Winterscheidt, AMORELIE-Gründerin und -Geschäftsführerin Lea-Sophie Cramer sowie REWE-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog bilden die Jury der Erfindershow.
Im Interview verraten sie, was sie von der Show erwarten und was sie an den Erfindungen besonders fasziniert.

Hans-Jürgen Moog

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Herr Moog, was erwarten Sie sich von den neuen Erfindungen und Erfindern?
Die erste Staffel hat mir schon sehr gefallen. Da waren tolle Erfindungen dabei, die mich echt überrascht haben. Manchmal waren sie sehr einfach, aber haben viel Freude und Spaß bereitet. Das Gleiche erwarte ich von der zweiten Runde und hoffe, dass vielleicht sogar noch mehr Highlights dabei sind.

Welchen bleibenden Eindruck hat die erste Runde bei Ihnen hinterlassen?
Für mich war es der erste Auftritt in einer TV-Show. Das war eine tolle und absolut neue Erfahrung, Und besonders der direkte Kontakt zu den Erfindern hat mich begeistert. Wir haben uns im Nachgang noch mit vielen Erfindern getroffen und über ihre Erfindungen ausgetauscht. Viele der Ideen haben wir probiert, vermarktet und getestet.

Was hat sich daraus entwickelt?
Seit der Show arbeiten wir noch mehr und intensiver mit Erfindern und Start-ups zusammen und haben zum Beispiel sogar einen Start-up-Award gegründet, bei dem im letzten Jahr über 170 neue Produkte präsentiert wurden, was ich sensationell fand.

Wie hat sich Ihr Fokus auf die Erfindungen 2019 verändert, worauf achten Sie besonders?
Mein Focus ist eigentlich unverändert geblieben. Erfindungen und Innovationen müssen immer mit dem Markt für die vorgestellten Produkte abgeglichen werden. Im Klartext heißt das, im Vordergrund stehen die Faktoren, wie innovativ ist der Artikel, deckt der Artikel die Kundenwünsche ab und ist überhaupt ein Absatzmarkt vorhanden?

Wie finden Sie es, dass in diesem Jahr nur noch das Publikum entscheidet?
Das ist richtig und realitätsnah: Denn das Publikum ist der Kunde und stimmt später mit dem Kauf der Produkte darüber ab, ob das Produkt erfolgreich ist oder ein Flop wird. Insofern ist die Entscheidung richtig. Selbst in unserer REWE-Welt haben wir Entscheidungen, die von unseren Kunden getroffen wurden, umgesetzt und in die Märkte gebracht. Das war sehr erfolgreich. So haben wir zum Beispiel unsere Kunden darüber abstimmen lassen, wieviel Zucker in Zukunft noch in einem Schokopudding sein soll. Die Kunden haben sich für eine Variante entschieden, die sehr viel weniger Zucker hat und die haben wir dann in die Märkte gebracht. Mehr Abstimmung geht nicht mehr. Daher finde ich die neue Regel super.

Mit Lea-Sophie Cramer haben Sie eine weitere Unternehmerin als Experten-Kollegin in der Show. Wie klappt die Zusammenarbeit?
Lea ist eine ganz tolle Unternehmerin und eine Bereicherung für die Show. Sie ist total aufgeschlossen und sympathisch, sieht die Themen auch aus einem kritischen Winkel – und wir haben zum Teil ziemlich kontrovers diskutiert. Ich freue mich, dass wir Lea dabei haben.

Wie hoch ist der Spaßfaktor?
Superhoch! Für mich persönlich noch höher als in der ersten Staffel.

Was sind Ihre Highlights 2019?
Ich finde die aufklappbare Kuchenform toll. Oder ein besonders klein zusammenklappbares Fahrrad – das ist Ingenieurskunst auf ganz hohem Niveau. Wir haben einige Erfindungen dabei, die mir viel Spaß machen.

Joko Winterscheidt

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Joko, was erwartest Du Dir von den neuen Erfindungen und Erfindern?
Ich bin wahnsinnig neugierig, was uns die Leute in diesem Jahr präsentieren! Ich finde es superspannend auf Menschen zu treffen, die geniale Lösungen für Situationen entwickelt haben, in denen es eine Lösung braucht. Situationen, die jeder kennt und in denen man sich denkt: Das muss doch besser gehen. Der Dienstag wird jetzt zum Dings-Tag.

Inwiefern hat sich Dein Fokus, worauf Du bei den Erfindungen besonders achtest, jetzt in der zweiten Runde verändert?
Das Tolle an der Show ist ja, dass man sich immer wieder denkt: ‚Das ist ja verrückt. Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, aber natürlich braucht es dafür eine Lösung.‘ Und andersrum ist es teilweise absurd, worüber sich Menschen Gedanken machen und Lösungen entwickeln, wo es für mich gar keine Lösung bräuchte. Die Erfindung muss mir einfach gefallen. Ich möchte das Gefühl haben, das ist geil, das braucht man. Oder das ist Quatsch, aber trotzdem irgendwie cool. Wenn man mich im ersten Moment begeistert, hat man bei mir schon gewonnen. Aber am Ende entscheidet das Publikum.

Joko, wie findest Du es, dass in diesem Jahr nur noch das Publikum entscheidet?
Ich finde es sehr gut, dass das Publikum abstimmen kann. Am Ende müssen die Zuschauer auch abstimmen, wer gewinnt, weil es darum geht: Was finden sie am besten? Wir vier Juroren können das nicht stellvertretend für alle entscheiden – da ist die Masse der Zuschauer im Publikum deutlich repräsentativer.

Wie hat sich Eure neue Experten-Kollegin Lea-Sophie Cramer eingefunden?
Super! Wenn ich es nicht anders wüsste, würde ich sagen, Lea hat noch nie etwas anderes gemacht. Sie hat so eine unfassbar angenehme und normale Art, den Erfindern gegenüberzutreten. So wie sie morgens im Hotel beim Frühstück sitzt, so ist sie abends in der Sendung. Es ist schön, wenn Leute nicht in eine Rolle schlüpfen, nur weil sie in einer TV-Sendung auftreten.

Wie ist ihr Blick auf die Erfindungen?
Aus ihrer Expertise als Unternehmerin stellt sie natürlich auch die kritischeren Fragen, in Bezug auf Marktreife, Preis, wie sind die Produktionsbedingungen und wie kompliziert oder leicht ist es, die Erfindung herzustellen.

Wie hoch ist der Spaßfaktor in der Show?
Sehr hoch! Ich bin ja nicht der Typ der viel lacht, aber hier konnte ich viel lachen.

Lea-Sophie Cramer

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Lea, Du bist neue Expertin bei „Das Ding des Jahres“. Was erwartest Du?
Dass ich herausragende Erfindungen zu sehen bekomme, die mich überraschen. Dass die Gründer mit viel Leidenschaft und Unternehmergeist dabei sind und uns das auch zeigen. Ich gehe davon aus, dass wir sehr viel Spaß miteinander und untereinander haben werden.

Was zeichnet für Dich eine gute Erfindung aus?
Eine gute Erfindung darf nicht nur eine andere Farbe oder ein anderes Material von etwas sein. Sie muss etwas Innovatives haben, was noch nicht dagewesen ist und das Leben besser macht. Außerdem wünsche ich mir ein gewisses Gesamtkonzept dahinter: eine ansprechende Marke und Verpackung. Stimmt der Preis? Sonst ist es einfach nicht marktfähig. Eine Erfindung darf nicht bei der puren Produktinnovation aufhören.

Was muss ein guter Erfinder mitbringen?
Auf jeden Fall sehr viel Kreativität, Leidenschaft, Tüftlergeist und Tüftlergen. Lust auf Details, eine ordentliche Portion Mut und die Ambition, daraus ein Geschäft zu entwickeln und ein Unternehmen aufzubauen.

Worauf achtest Du bei den Erfindungen besonders?
Ist da eine wirkliche Passion für die Erfindung? Ist da der Wille, das Leben zu verbessern? Ist das Konzept durchdacht? Haben sich die Erfinder mehr überlegt als nur das Ding an sich? Und schließlich natürlich, ob die Erfindung marktfähig ist und die Kunden darauf Lust hätten. Habe ich das Gefühl, das ist jetzt wirklich etwas Herausragendes, was einen tollen Erfolg haben kann, oder ist es doch eher eine schöne Tüftleridee, die im Schrank landet.

Was kannst Du den Erfindern aus Deiner eigenen Erfahrung mit auf den Weg geben?
Ich glaube, ich weiß genau wie es sich anfühlt, alleine oder zu zweit anzufangen und zu versuchen aus Produkten und einer Idee etwas Handfestes zu materialisieren. Wir haben aus einer vagen Idee heraus ein Unternehmen gegründet und es innerhalb der letzten sechs Jahre geschafft, dass Produkte fürs Liebesleben aus der Schmuddelecke in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Ich hoffe, dass ich die ein oder andere sinnvolle Frage stellen oder Anstoß zu Preissetzung oder Vertriebsideen geben kann und damit den Erfindern ein bisschen weiterhelfen kann.

Wie siehst Du Deine Rolle in der Show?
Hans-Jürgen Moog und ich kommen beide aus der Wirtschaft: Er ist Geschäftsführer eines großen Unternehmens, ich habe ein mittelgroßes Unternehmen aufgebaut. Ich denke, dadurch bin ich noch näher an den Erfindern, ihren direkten Themen und dem operativen Geschäft dran, weil ich viel davon selber mache. Joko und Lena kommen aus der Unterhaltung, aber Joko hat auch schon seine Start-up-Investments gemacht, hat seine eigene Produktion und Lena ist erfolgreiches Model und Moderatorin. Ich denke also, dass ich nicht nur die „langweiligeren“ Expertenfragen stellen muss, sondern auch ein bisschen unterhalten darf. Am Ende ist es hoffentlich ein guter Mix.

Wie wurdest Du als neue Expertin von den Kollegen aufgenommen?
Ich wurde unfassbar herzlich aufgenommen. Joko, Lena und Hans-Jürgen sind alle wahnsinnig bodenständig und nett und erklären einem alles. Bis zu der Frage, wie man eigentlich während so einer Show auf die Toilette geht (lacht). Da lacht keiner. Und wenn dann nur freundlich, und sie erklären mir wie es läuft. Das hilft mir sehr.

Wie hast Du Dich auf die Show vorbereitet?
Ein bisschen. Ich habe mir die letzte Staffel angeschaut und überlegt, was würdest du denn dazu sagen. Und ich habe mir vorher überlegt, was ich anziehe, weil ich mich einfach wohlfühlen will. Auf meine Frage nach ein paar Tipps und Tricks kam von Joko und Lena hautpsächlich: Bleib einfach so wie du bist. Das gelingt mir, glaube ich, ganz gut bisher.

Wie ist der Spaßfaktor für Dich?
Riesig! Das fängt schon beim Frühstück morgens an, wenn es mit der Show noch gar nicht losgeht (lacht). Dann finde ich es echt herausragend, mit Stefan Raab arbeiten zu dürfen. Er ist auch eher ein unterhaltsamerer Mensch, wie Joko, Lena und auch Janin, die als Moderatorin zum Team gehört. Alle sind total sympathisch und ich habe viel Spaß.

Was waren Deine Befürchtungen vor der Show?
Bei Konkurrenzformaten sehe ich immer wieder Dinge, bei denen man im normalen Leben sagen würde: „Sorry, aber das ist einfach nicht gut genug.“ Davor hatte ich ein bisschen Respekt, da ich nicht wusste, wie gut die Erfindungen sein würden. Aber wir haben richtig, richtig coole Erfindungen dabei und auch Dinge, bei denen ich mir sicher bin, dass sie nach der Show ein durchschlagender Erfolg werden.

Lena Gercke

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Lena, was begeistert Dich an „Das Ding des Jahres“?
Die Show überrascht mich immer wieder. Von Hightech-Geräten bis hin zu den simpelsten Lösungen für Alltagsprobleme ist alles dabei. Man fühlt sich jedes Mal wie ein Kind, das ein neues Überraschungsei auspacken darf. Die Kreativität unserer Erfinder ist einzigartig und es macht unglaublich viel Spaß, quasi der erste Tester einer neuen Idee sein zu können.

Was erwartest Du Dir von den neuen Erfindungen und Erfindern?
Das Schöne ist, man hat bei „Das Ding des Jahres“ keine wirklichen Erwartungen, weil man gar nicht weiß, was einen erwartet. Man setzt sich hin und lässt sich einfach überraschen. Es ist großartig, was man alles erfinden kann, auch wenn man noch nie darüber nachgedacht hat, aber das Problem eigentlich kennt.

Was ist Dir im vergangenen Jahr aufgefallen?
Mich hat die Entscheidung des Publikums teilweise überrascht, weil es doch einige Male eine ganz andere Meinung als wir hatte.

Wie findest Du, dass nur das Publikum die Entscheidungen trifft?
Wir sind eigentlich mehr der verlängerte Arm des Publikums, der stellvertretend die Dinge testet, ausprobiert und prüft, ob sie wirklich so funktionieren wie die Erfinder erzählen. Das finde ich super! Manchmal kann man sich gar nicht zwischen den zwei Erfindungen entscheiden, deshalb bin ich ganz froh, dass diese Verantwortung beim Publikum liegt. Letztendlich sind es auch die Zuschauer, die das Ding am Ende vielleicht sogar kaufen.

Wie hat sich Eure neue Experten-Kollegin Lea-Sophie Cramer eingefunden?
Lea macht das super. Als hätte sie nie etwas anderes gemacht – sehr professionell, authentisch, ehrlich und sympathisch. Und ich finde, dass sie mit ihrer Kompetenz als erfolgreiche Geschäftsfrau einen wichtigen Beitrag zur Sendung leistet.

Wie ist die Chemie unter Euch Juroren?
Bis jetzt haben wir uns noch nicht gezofft (lacht). Untereinander funktioniert das sehr gut. Aber man merkt schon, dass jeder eine andere, eigene, sehr subjektive Ansicht auf die Dinge hat. Und das ist ja auch gut so, weil jeder am Ende des Tages andere Dinge benutzen würde oder gebrauchen kann.

Was ist Dein Highlight?
Tatsächlich hat mich ein Frauen-Produkt sehr fasziniert. Eine Handtasche, die man umfunktionieren kann und trotzdem super modern aussieht. Ich bin mir sicher, dieses Produkt wird unseren weiblichen Zuschauern sehr gefallen. Genauso wie der neue Löffel, bei dem Kinder oder auch ältere Menschen nichts mehr verschütten können.