- Bildquelle: Delmaine Donson © Delmaine Donson

Was ist eine Zugsalbe?

Zugsalbe, auch Ziehsalbe genannt, zieht – wie der Name schon verrät – Entzündungen aus der Haut und lässt sie schneller abheilen. Genauer gesagt, befördern Zugsalben Entzündungen an die Hautoberfläche, sodass Eiter schneller abfließen kann und die Haut wieder verheilt. Gleichzeitig lassen das Spannungsgefühl und der Druck unter der Haut nach. Das Besondere an der Zugsalbe ist, dass die Wirkung schon nach ein paar Anwendungstagen eintritt.

Zugsalbe – Das ist die Wirkung

Schwarze Zugsalben beinhalten Ammoniumbituminosulfonat. Das ist ein Wirkstoff, der aus Schieferöl gewonnen wird. Das Naturprodukt wirkt antibakteriell und tötet so Bakterien in Entzündungen ab. Zudem fördert die Salbe um die entzündete Stelle herum die Durchblutung, sodass die körpereigene Abwehr gestärkt wird. Die Wirkstoffe lindern den Schmerz und das Spannungsgefühl von Entzündungen.

Neben der schwarzen Zugsalbe gibt es noch die grüne Zugsalbe. Die Zugsalben sind von der Wirkung ähnlich, unterscheiden sich aber in den Inhaltsstoffen. Die grüne Ziehsalbe enthält Terpentinöl, Eukalyptusöl auf Vaselinenbasis und Lärchenterpentin. Zudem sind ätherische Öle wie Thymian- oder Eukalyptusöl häufige Inhaltsstoffe der Salbe.

Wie schnell wirkt Zugsalbe?

Wie schnell die Behandlung mit der Zugsalbe wirkt, hängt ganz von der betroffenen Stelle und der Art der Entzündung ab. Bei eitrigen Entzündungen auf der Haut solltet ihr nach 3 bis 5 Tagen eine deutliche Besserung merken. Dies äußert sich an der Schmerzlinderung und daran, dass der Eiter an die Hautoberfläche tritt. Länger als 5 Tage solltet ihr die Zugsalbe allerdings nicht anwenden. Wenn nach dieser Zeit keine Besserung eintritt, ist es ratsam zum Arzt zu gehen.

Wogegen hilft Zugsalbe?

Durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung ist die Zugsalbe vielseitig einsetzbar. Wir geben euch einen Überblick gegen welche Beschwerden die Zugsalbe hilft.

  • Pickel und Rasierpickel
  • eingewachsene Haare
  • Zugsalbe gegen Abszesse
  • Splitter
  • Nagelbettentzündungen
  • Furunkel und Karbunkel
Unterschiede schwarze und grüne Zugsalbe
Zugsalbe: Gibt es Unterschiede zwischen schwarzer und grüner Salbe? Die Antwort findet ihr im Beauty-Artikel. © MStudioImages

Zugsalbe als Hausmittel gegen Entzündungen

Die Abszess-Salbe hilft mit ihrer antibakteriellen Wirkung bei vielen Hautentzündungen. Die Ziehsalbe tötet mögliche Bakterien ab und zieht den Eiter und die Entzündung aus der Haut, sodass sie schneller abheilen kann. Durch die Anwendung der entzündungshemmenden Zugsalbe könnt ihr euch einige Besuche bei der ärztlichen Sprechstunde sparen.

Zugsalbe gegen Pickel

Zugsalbe für das Gesicht wirkt effektiv gegen Pickel. Sie lässt die Pickel schneller reifen, indem der Eiter an die Hautoberfläche befördert wird. Zudem zieht die Salbe überschüssigen Talg aus den Poren, sodass die Haut frei atmen kann. Unterirdische Pickel könnt ihr mit einer 20-Prozent-Zugsalbe behandeln. Bei größeren Entzündungen und Pickeln solltet ihr zu einer höher dosierten Zugsalbe greifen.

Unreine Haut - Zugsalbe
Unreine Haut und Pickel? Das Beauty-Wundermittel nennt sich Zugsalbe – die Salbe für ein strahlendes Hautbild.  © Cecilie Arcurs

Wie wendet ihr Ziehsalbe richtig an?

Die Anwendung der Zugsalbe ist super einfach: Die Salbe wird auf die betroffene Stelle dick aufgetragen und am besten mit einem Pflaster, Mull oder Watte abgedeckt. Dies solltet ihr täglich wechseln. Dafür einfach das Pflaster oder den Verband abnehmen, Salbenreste entfernen, neue dicke Schicht Zugsalbe auftragen und wieder verbinden.

Zugsalbe – Das solltet ihr bei der Anwendung beachten

Ihr dürft die Zugsalbe nicht direkt auf offene Wunden auftragen. Zudem solltet ihr die Anwendungszeit von 5 Tagen nicht überschreiten. Passt bei der Verwendung von Zugsalben auf, dass diese nicht an eure Kleidung kommen, da die Salben hartnäckige Flecken hinterlassen. Während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit solltet ihr die Verwendung von Zugsalben vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen.

Sind Zugsalben gesundheitsschädlich?

Wie bereits erwähnt werden schwarze Zugsalben aus Schieferöl hergestellt. Um den Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat zu erhalten, wird das Schieferöl zusätzlich mit Chemikalien wie Ammoniak und Schwefel aufbereitet. Mögliche Nebenwirkungen wie Juckreiz, Rötungen und Hautausschlag können auftreten. Die Verwendung von Zugsalben ist zwar umstritten, aber nicht gesundheitsschädlich.

Ist Zugsalbe schlecht für die Umwelt?

Schwarze Zugsalben werden mit Schieferöl hergestellt und basieren daher auf fossilen Rohstoffen. Das Öl ist zwar ein Naturprodukt, jedoch sind die Reserven für Schieferöl begrenzt. Abgesehen davon muss bei der Herstellung des Öls viel Energie für hohe Temperaturen aufgewendet werden, um das Schieferöl aus dem Stein zu lösen. Nachhaltiger ist die Behandlung mit der gründen Zugsalbe oder die Verwendung von umweltfreundlichen Alternativen zu Zugsalben.

Zugsalben – Welche Alternativen gibt es?

Eine ähnlich wirkende Alternative zur Zugsalbe gibt es so nicht. Wir haben aber einige Hausmittel für euch, die bei kleinen Abszessen oder Pickeln helfen können und für eine schöne Haut sorgen.

  • Teebaumöl: ist ein ätherisches Öl, welches antibakteriell und desinfizierend wirkt.
  • Kamillentee: wirkt entzündungshemmend und beruhigt die Haut
  • Propolis: ist ein Honigbienenprodukt, welches entzündungshemmend wirkt und Keime abtötet.
  • Knoblauch: wirkt entzündungshemmend.
Was kann die Zugsalbe
Entzündungshemmend und antibakteriell: Wir verraten euch, was die Zugsalbe alles kann! © LaylaBird

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