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Wie funktioniert Selbstbräuner?

Der wichtigste Wirkstoff im Produkt ist wohl das Dihydroxyaceton (DHA), der ist nämlich für den Tan verantwortlich. Er reagiert mit der obersten Hornschicht der Haut und färbt sie dabei braun.

Selbstbräuner auftragen: So geht’s!

Selbstbräuner kommt in verschiedenen Texturen daher: Schaum, Lotion, Mist, Drops, … das Auftragen unterscheidet sich daher von Produkt zu Produkt. Bevor es ans sunless Tannen geht, also immer die Gebrauchsanweisung lesen! Grundsätzlich kann man zwischen einem leichten lotionsartigen Selbstbräuner in heller bis weißer Textur und einem starken, häufig schaumigen, dunkel gefärbten Selbstbräuner unterscheiden. Die Selbstbräunerlotion lässt sich wie eine gewöhnliche Bodylotion auftragen. Dabei sollte man allerdings darauf achten, das Produkt gründlich zu verteilen, bei Füßen und Händen ausstreichen und nicht zu viel zu verwenden. Bei starker Selbstbräunungscreme oder –mousse tritt der Bräunungseffekt bereits nach wenigen Stunden auf. Grund ist ein höherer DHA-Gehalt. Daher sollten folgende Schritte eingehalten werden:

  1. Peeling: Eine ebenmäßige Haut ist die ideale Basis für streifenfreie Bräune, daher werden zuerst abgestorbene Hautschüppchen entfernt. Tragt das Peeling ungefähr 24 Stunden vor eurer Selbstbräuner-Session auf.
  2. Enthaarung: Kleine Stoppel und Härchen sind der Bräunungscreme im Weg und könnten das Ergebnis streifig erscheinen lassen – einmal kurz rasieren, bevor es losgeht.
  3. Feuchtigkeitspflege: Die Haut sollte ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt sein, damit der Teint ebenmäßig und die Bräune gleichmäßig ist. Eine leichte Bodylotion bereitet die Haut optimal vor.
  4. Weniger ist mehr: Die richtige Menge an Bräunungscreme beeinflusst das Ergebnis maßgeblich. Es sollte ausreichend sein, damit alle Körperbereiche Selbstbräuner abbekommen, aber nicht so viel, dass überschüssiges Produkt auf der Haut bleibt.
  5. Handschuhe: Um unschöne Ränder an den Händen zu vermeiden, immer mit einem speziellen Selbstbräuner-Handschuh arbeiten. Dadurch wird das Finish auch schön gleichmäßig. Ob mit oder ohne Handschuh: danach unbedingt Hände waschen!
  6. Special Areas: Stärker verhornte Stellen wie Ellenbogen, Knie, aber auch Knöchel bräunen stärker. Hier ist Vorsicht geboten. Tragt den Selbstbräuner hier ganz zum Schluss auf, wenn kaum noch Selftanner auf dem Handschuh ist. Ihr habt keinen Handschuh parat? Dann vorsorglich mit Feuchtigkeitslotion eincremen und wenig Selbstbräuner verwenden.
  7. Geduld: Ist das Werk vollbracht unbedingt die Einwirkzeit (meist ca. 20 Minuten) abwarten, bevor wir uns anziehen oder hinlegen.
  8. Dunkle Kleidung und/oder ein altes Bettlaken: Die Bräune kann weiterhin abfärben, Vorsicht bei hellen, empfindlichen Stoffen.
Selbstbräuner für alle Hauttypen
Selbstbräuner richtig anwenden! Wir verraten euch die Do’s und Dont’s im Beauty-Artikel. © Atsumi Svardmark

Wie schädlich ist Selbstbräuner?

Weniger schädlich als übermäßiges Sonnen oder Solariumbesuche, so viel steht fest. Aber: Dihydroxyaceton (DHA) gilt als potenziell kritischer Inhaltsstoff, denn er kann unter Wärmeeinwirkung zerfallen, wobei Formaldehyd entsteht, welches im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Wie oft kann man Selbstbräuner verwenden?

Selbstbräuner verblasst nach 5 bis 10 Tagen und kann danach erneut aufgetragen werden. Bräunungslotions können täglich, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, angewendet werden.

Selbstbräuner im Test von St. Tropez bis hin zu Bondi Sands

Selbstbräuner gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Redakteurin Sarah hat sich durch Insta-Brands wie Coco & Eve über Klassiker wie St. Tropez bis hin zur Naturkosmetik von Annemarie Börlind gecremt. Von Schaum über sanfte Bräunungslotion bis hin zum Face Mist – welches Produkt, was kann, erfahrt ihr jetzt.

Selbstbräuner: Tanning Everyday Gradual Tan von Hawaiian Tropic

Die Sonnenschutzprodukte der Hawaii inspirierten Marke sind bereits recht bekannt. Der typische Duft verbreitet direkt Urlaubs-Feeling und so war ich gespannt auf den Selbstbräuner. Die Lotion lässt sich einfach auftragen und verteilen. Die weißlich-transparente Textur fühlt sich cremig und doch leicht an – genau das Richtige für noch etwas blasse, trockene Frühlingsbeine. Die ersten Schönwettertage mit nacktem Beim meistere ich dank der Hawaiian Tropic Produkte easy. Die Bräune baut sich zwar nach und nach auf, ist aber bereits nach der ersten Anwendung sichtbar. Der Bräunungsgrad lässt sich durch die Häufigkeit der Anwendung bestimmen. Die Lotion wird gründlich auf den ganzen Körper aufgetragen und muss nicht abgewaschen werden.

Fazit: Ohne Handschuhe, vorheriges Peelen und übergründliches Auftragen schafft diese Hawaiian Self Tanning Lotion ein tolles Bräunungsergebnis! Das graduelle Aufbauen der Bräune eignet sich gut für Einsteiger:innen und alle, die es nicht zu extrem mögen.

Preis: 11,95 €

Selbstbräuner: Self Tan Purity Bronzing Water Face Mist von St. Tropez

Eine, wenn nicht sogar die bekannteste Sunless Tan Brand? St. Tropez! Das Body Mousse in der türkisfarbenen Flasche kennen wohl die meisten. Aber, dieses Produkt habe ich nicht getestet! Mich hat die Brand mit einer coolen Innovation fürs Gesicht gecatched! Als Face-Mist-Fan (das frische Gefühl auf der Haut ist einfach nice!) musste ich das transparente Wasser testen, obwohl ich mich schon gefragt habe, ob das Wässerchen mir wirklich Sommer-Glow ins Gesicht zaubern kann?! Die Antwort: Oh Baby, yes! Das Mist kann morgens, abends und zwischendurch aufgesprüht werden. Hyaluronsäure und Hibiskusextrakt verschaffen einen Frischekick, wann immer nötig. Kein Verstreichen, kein Abwaschen – nur Pflege und Tan.

Fazit: Easy in der Anwendung und erfüllt seinen Zweck (sunless Tan) plus Erfrischung zwischendurch. So ein Produkt schafft es vom Testregal in meinen Badschrank. Der Bräunungsgrad ist eher gering, aber dafür meganatürlich. Das Mist ist ideal für hellere Hauttypen und perfekt für eine Bräunungsauffrischung vor und nach dem Sommer.

Preis: 29,95 €

Selbstbräuner: Sunless Bronze von Annemarie Börlind  

Annemarie Börlind gilt als Pionierin der Naturkosmetik. Wer bei Naturkosmetik an muffig riechende Pflege aus dem Reformhaus denkt: genau das ist Annemarie Börlind nicht! Die Produkte überzeugen mit fein duftenden Texturen und modernem Packaging. Was drin steckt? Reines Quellwasser, innovative, 100 % vegetarische Wirkstoffkomplexe (Wirksamkeit und Verträglichkeit wissenschaftlich bestätigt), keine Silikone oder Parabene. Somit ist schon mal klar: dieser Selbstbräuner kommt mit gutem Gewissen daher. Die weiße, leichte Textur lässt sich easy wie eine Bodylotion auftragen. Am ersten Tag bin ich noch vorsichtig und streiche die Ränder sehr genau aus, peele mich sogar vor dem Auftragen und warte 30 Minuten, bevor ich den Schlafanzug überstreife. Beim Gesicht bin ich sehr sparsam und verwende eine pistaziennussgroße Menge. Das Ergebnis am nächsten Morgen? Ein feiner, kaum merkbarer glowy Tan. Wirklich superleicht und genau deshalb ideal für helle Hauttypen und Self-Tan-Anfänger:innen. Ich baue nun über eine Woche eine herrliche Frühsommer-Bräune auf, indem ich jeden Tag meinen ganzen Körper eincreme.

Fazit: Ein absoluter No Brainer, der sich täglich, wie eine Bodylotion anwenden lässt. Extra-Benefit: Dass man den Sunless Bronze für Body und Gesicht verwenden kann, finde ich clever und nachhaltig!

Preis: 16,95 €

Selbstbräuner: Sunny Honey Bronzing Face Drops von Coco & Eve

Vegan und nicht Poren verstopfend sollen die Drops sein. Und wie der Name schon verrät, werden von diesem Produkt nur wenige Tropfen (2 bis 3) in die eigene Feuchtigkeitspflege gemischt. Das klingt erst mal sympathisch, also los geht‘s. Um das Selbstbräunungsprodukt aus der Tube zu bekommen, drückt man hinten auf das nachgiebige Teil. Ich verteile etwas Gesichtspflege in meiner Handfläche und gebe die Drops dazu und vermische beides mit meinem Finger. Danach trage ich den Mix auf Gesicht, Hals und Dekolleté auf. Die Anwendungsempfehlung liegt bei einmal wöchentlich. Da ich von beiden Bräunungsgraden aber das Produkt mit dem geringeren Tan-Effekt habe, erhöhe ich die Anwendung auf zweimal pro Woche.

Fazit: Das Selbstbräunungs-Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Die Haut leuchtet wie nach einem Kurzurlaub. Was das Produkt am Ende zu einem Must-have für mich macht? Die Anwendung in Kombi mit der eigenen Feuchtigkeitscreme (man spart sich immerhin einen Beauty-Schritt) und das kleine, unkaputtbare Packaging.

Preis: 26,90 €

Selbstbräuner: Pure Self Tanning Sleep Mask von Bondi Sands

Von Bondi Sands hab ich die Pure Linie getestet. Was die Pure Produkte ausmacht? Die australische Brand bewirbt die neue Linie mit dem Claim – Clean Simple Transparet. Was da dran ist? Die Produkte sind nachhaltig, das Packaging zu 100 % recycelbar. Neben dem bekannten Tan, den Bondi Sands immer zuverlässig schafft, pflegen die Pure Produkte ganz nebenbei mit hochpotenten Wirkstoffen wie Hyaluronsäure, Vitamin C und E, außerdem sind sie vegan, cruelty-free und frei von Duftstoffen und Sulfaten. Wer die klassischen Foams der Marke kennt, weiß, die machen ihren Job, aaaaber häufig ist nicht nur der Körper, sondern auch die Hose, das Laken und das Duschwasser braun. Außerdem müssen die Produkte nach einigen Stunden wieder abgewaschen werden. Die Texturen der Pure Linie sind transparent bis weiß und Abwaschen fällt weg. Mein persönliches Highlight: Die Pure Self Tanning Sleep Mask. Ich weiß, was ihr jetzt denkt: Eine SelbstbräunungsMASKE und dann noch über Nacht?! Ich bin doch nicht irre! War auch mein erster Gedanke. Ich habe mich aber für euch rangewagt und das Ergebnis hat sich gelohnt! Ein deutlich sichtbarer, aber natürlicher und vor allem streifenfreier Mega-Tan. On top fühlt sich meine Haut durchfeuchtet an und strahlt prall.

Fazit: Die Sleep Mask ist mein Retter vor Events, wichtigen Meetings oder schlicht als Mood-Booster. Foundation und Bronzer kann man sich sparen und das Gesicht sieht aus wie nach einer Woche Karibik plus Ampullen-Feuchtigkeitskur.

Preis: 20,99 €

Tipps & Tricks rund um den Selbstbräuner

Selbstbräuner sind im Vergleich zum Solarium oder übermäßigem Sonnenbaden weniger schädlich, unbedenklich sind sie aber nicht. Menschen mit empfindlicher Haut oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis sollten die Anwendung zuerst mit einem Hautarzt oder einer Hautärztin abklären, da die enthaltenen Bräunungsstoffe (bspw. DHA) zu Reizungen führen können. Wichtig ist auch zu wissen, dass Selbstbräuner keinen UV-Schutz enthalten! Wir dürfen uns auch nicht von der vorgebräunten Haut irritieren lassen, denn die ist ja nur angemalt. Wer in die Sonne geht, sollte also zusätzlich immer auch einen UV-Schutz verwenden. Selbstbräuner-Unfall? Keine Panik: Mittlerweile gibt es spezielle Remover, die die Bräune wieder entfernen. Auch ein entspanntes Bad kann helfen, ansonsten entfernt ein sanftes mechanisches Peeling die gebräunten Hautschüppchen, aber Vorsicht, nicht zu stark rubbeln. Selbstbräuner sollte übrigens immer kühl gelagert und niemals über das Mindesthaltbarkeitsdatum verwendet werden. So verringern wir die Gefahr, dass das enthaltene DHA zerfällt und sich zu schädlichem Formaldehyd aufspaltet.

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