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Während Will Smith (47) in "Men in Black" Aliens jagt, spielt er in seinem neuen Film "Erschütternde Wahrheit" den Neuropathologen Bennet Omalu, der anhand der Untersuchungen von zwei Profi-Footballern auf die Gesundheitsrisiken in dem US-Sport aufmerksam wird, die von der Liga lange bestritten werden. Um sich auf seine Rolle vorzubereiten, besuchte Will Smith den echten Bennet Omalu (47) bei seiner Arbeit – und schaute ihm gleich bei mehreren Autopsien zu.

"Den Geruch des Todes kann man nicht vergessen", erklärt der "Men in Black"-Star im Interview mit "USA Today". Fünf Mal habe er dem Mediziner zugesehen – zunächst eine befremdliche Erfahrung für Will Smith: "Man ist nur einen halben Meter entfernt und muss an all diese Horrorfilm-Szenen denken, so von wegen 'Also wenn der Typ jetzt aufsteht, bin ich aber raus hier'."

Zunächst war der Neuropathologe deshalb auch skeptisch: "Ich wollte nicht, dass er eine Autopsie sieht – denn das sind keine schönen Erfahrungen. Ich hatte Angst, dass es ihm psychisch zusetzt. Aber ich lag falsch. Man konnte sehen, dass er sich darauf vorbereitet hatte." Leicht waren die Besuche im Leichenschauhaus für Will Smith aber nicht. "Ich habe meinen Job da vielleicht ein bisschen zu ernst genommen", resümiert er. "Ich weiß nicht, ob Sie jemals eine Autopsie gesehen haben, aber dabei wird der gesamte Körper auseinandergenommen. Bis zu dem Punkt, wo die Kopfhaut ab- und das Gesicht heruntergezogen wird. Und dann setzt er alles wieder zusammen."

Eine ganz bestimmte Autopsie lässt Will Smith so schnell nicht mehr los – die einer jungen Frau, die sich gerade ein frisches Tattoo hatte stechen lassen. "Ich werde dieses Bild nicht mehr los. Sie hatte sich ein Tattoo machen lassen, sie hatte also keine Ahnung, dass sie sterben wird. Das zeigt, wie zerbrechlich das Leben ist", erklärt der "Men in Black"-Star. Etwas Gutes hatte das Ganze jedoch auch: "Wenn man bei einer Autopsie sieht wie Körperfett aussieht oder eine Herzverfettung, dann will man das nicht. Wenn man sieht wie eine Raucherlunge aussieht, wird man sich nie wieder eine Zigarette anstecken. Ich finde, jeder sollte mal eine Autopsie gesehen haben."