- Bildquelle: Dylan Prebich © Dylan Prebich

Es ist schon erstaunlich, was man aus einem Song der Crossover-Pioniere Linkin Park so alles machen kann. Die Band, deren Lead-Sänger Chester Bennington 2017 tragisch und viel zu früh verstarb, etablierte sich in den 2000er Jahren als einer der gefragtesten internationalen Rockacts. Daran war vor allem die ergreifende Rock-Ballade „What I’ve Done“ Schuld. Sie wurde Linkin Parks erfolgreichste Single in den Vereinigten Staaten – und verkaufte sich allein dort 3,5 Millionen Mal. Trotzdem: Hätte man sich damals vorstellen können, dass Linkin Park auch auf den sonst so sonnigen, knallbunten EDM-Parties funktionieren? Wohl kaum. Wie gut beides trotzdem zusammenpasst, zeigt der Komponist und Produzent Besomorph mit seiner neuesten Single. 

Denn Besomorph hat gemeinsam mit Behmer und erneut mit Lunis „What I’ve Done“ in einen EDM- und Deep-House-Sound überführt. Damit erfüllte er sich nicht weniger als einen Jugendtraum, denn Linkin Park waren große Vorbilder für ihn. Besomorph zum Song: „Es war immer eines meiner Karriereziele, einmal im Leben die Helden meiner Jugend zu covern. Ich wollte das Original in eine Dance-Hymne verwandeln, ihm einen neuen, frischeren, zeitgemäßen Touch verpassen, damit auch die jüngere Generation diese großartige Band entdecken kann.“ Das ist ihm gelungen: Sein „What I’ve Done“ geht mit einem starken Bass nach vorne, hat dank dem Gesang von Lunis, den manchmal angenehm sperrigen Beats und den hymnischen Keyboard-Parts aber noch genug von der Dramatik des Originals bewahrt. 

Linkin Park – die übrigens weiterhin aktiv sind und ohne Chester Bennington weitermachen wollen – dürfte diese Weiterentwicklung durchaus gefallen – auch die US-Band zeigte sich in der Vergangenheit bei der Verwendung von Elektrosounds immer wieder experimentierfreudig.

Das offizielle Video