- Bildquelle: Luca Rapisarda © Luca Rapisarda

Moncrieff heißt mit bürgerlichem Namen Chris Breheny und veröffentlichte seine ersten Solosongs schon im Jahr 2017. Seitdem sind viele Menschen auf ihn aufmerksam geworden. Elton John feierte ihn in zum Beispiel seiner Sendung „Elton John’s Rocket Hour“, Adele holte ihn für einen TV-Auftritt in ihren Background-Chor und das Team von Avicii hatte Moncrieff bereits nach L. A. für eine Writing Session eingeladen – zu der es nicht mehr kam, weil Avicii auf tragische Weise verstarb.

Im Moment konzentriert sich Moncrieff jedoch wieder voll auf sein eigenes Schaffen und veröffentlichte kürzlich die starke Ballade „Warm“. Ein geradezu perfekter Popsong, der nur mit Stimme und Klavier beginnt und nach und nach mächtiger wird, bis Moncrieff am Ende gegen einen ganzen Chor anzusingen scheint. Moncrieff selbst sagt über „Warm“: „Niemand ist perfekt. In diesem Song geht es darum, dieser Mensch zu sein, und um den seltenen Moment im Leben, in dem man eine Person findet, die einen wirklich so sieht, wie man ist, mit seinen Unvollkommenheiten, Fehlern und Narben, aber auch mit seinen guten Eigenschaften, und die einen dafür liebt. Es ist ein wirklich beruhigendes und glückliches Gefühl, zu wissen, dass man einfach nur man selbst sein muss.“ Der Song strahlt exakt diese Wirkung aus: „Warm“ wärmt tatsächlich das Herz, auf eine Weise, die sonst dem Menschen vorbehalten ist, der einem am nächsten ist.

Moncrieff schafft diesen Effekt mit einfachen, aber kraftvollen Worten. Eine Kunst, die er sich bei den ganz Großen abgeschaut hat. Schon als 16jähriger Teenager hörte er stundenlang die Klassiker aus R&B und Soul, verbrachte ganze Nachmittage mit den Platten von Otis Redding, Etta James und Ray Charles. Das Geerdete, Erhabene dieser Musik habe auch seinen jetzigen Sound beeinflusst. „Jetzt habe ich die Tools, um wirklich persönliche, intime, schlichte und direkte Songs zu schreiben, die ganz ohne Effekthascherei auskommen“, erklärt Moncrieff. „Die Musik war für mich schon immer eine Linse, durch die ich die Welt betrachte.“ Er nutze das, um seine Gefühle zu sortieren, sagt er. Es ist ein schöner Nebeneffekt für uns Hörerinnen und Hörer, dass bei diesem Prozess am Ende so schöne Songs wie „Warm“

Das offizielle Video