Galileo Zusatzinfos 9. Oktober 2009

Fake-Check: Verfolgungsjagd

Eine Verfolgungsjagd aus dem amerikanischen Fernsehen. Mit einem Rammstoß versucht ein Polizeiwagen einen Flüchtling zu stoppen. Doch der dreht seinen Wagen bei voller Fahrt um 360 Grad und fährt einfach weiter. Wir machen den Fake Check.


4 Fragen an den Redakteur

1) Wieso dieses Thema?
Verfolgungsjagden gehören in jeden guten Actionfilm und werden von Profis monatelang akribisch geplant. Diese echte Verfolgungsjagd ist genauso spektakulär wie viele Hollywood-Stunts, doch das Manöver scheint für den Fahrer relativ einfach. Die Motivation war, herauszufinden, ob der Stunt tatsächlich so einfach geht wie er aussieht.

2) Wie war´s beim Dreh?
Herausforderungen: Professionelle Fahrer finden, Rennstrecke organisieren, Stuntautos auftreiben. Großer Zeitdruck auf der Strecke, da nur zwei Drehtage und der Stunt viel Übung bedarf. Technische Umsetzungen mit Onboard-Kameras und Anbauten am Fahrzeug.

3) Was weiß ich jetzt besser?
Überraschend war, dass der relativ einfach aussehende Stunt selbst echte Profis vor große Probleme gestellt hat. Besonders beeindruckend war, welche Kräfte wirken, wenn ein Auto bei hoher Geschwindigkeit ins Schleudern gerät und wie schwer das Fahrzeug dann zu kontrollieren ist.

4) Und zum Schluss:
Der Reifenwechsel war eigentlich nicht vorgesehen.
Aber unser Stuntauto hatte ein merkwürdiges Fahrverhalten, das durch eine bestimmte Reifenkombination ausgelöst wird: Auf der Vorderachse waren alte Reifen mit wenig Grip montiert, während auf der Hinterachse neuwertige Reifen mit viel Grip aufgezogen waren. Auf trockenem Asphalt zeigte sich der 5er BMW dadurch vom Rammstoß wenig beeindruckt! Um das zu beeinflussen, tauschte Driftchampion, Werner Gusenbauer einfach die Reifen von vorne nach hinten. Ergebnis: Die Hinterachse kam jetzt deutlich leichter ins Rutschen.
Erstaunlich wie stark Reifen das Fahrverhalten beeinflussen!
 

 

Das im Beitrag überprüfte Video