Die Verleihung

Endlich Ehren für Kate Winslet...

Der bereits mehrfach ausgezeichnete Film von Danny Boyle räumte in den Kategorien „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“, „Bester Filmsong“, „Beste Filmmusik“ und „Bester Ton“ ab. Auch durfte sich Boyle über die Goldstatue als Bester Regisseur freuen und tat dies gebührend mit Freudensprüngen auf der Bühne. Als schließlich auch der Oscar® für den „Besten Film“ an „Slumdog Millionär“ ging, war für Cast und Crew der Abend perfekt.

Oscar 2009 - Gewinner

Der Favorit „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, mit 13 Oscars nominiert, musste sich geschlagen geben und konnte lediglich drei der Statuen („Bestes Make Up“, „Beste Special Effects“ und "Beste Ausstattung") mit nach Hause nehmen.

Nach bisher fünf erfolglosen Oscar®-Nominierungen konnte nun auch endlich Kate Winslet die Statue als „Beste Hauptdarstellerin“ in Empfang nehmen und war den Tränen nahe.

Wenig überraschend war auch der Gewinner der Kategorie „Bester Nebendarsteller“. Wie erwartet bekam Heath Ledger posthum einen Oscar für seine geniale Darstellung des psychopatischen Jokers in „The Dark Knight“. Die Eltern des Schauspielers und seine Schwester nahmen die Goldstatue unter Standing Ovations und sichtlich gerührten Schauspielkollegen in Empfang und dankten der Academy für die Ehrung ihres Sohnes. „Wir nehmen die Statue mit Stolz und im Namen von Heath’s wundervoller Tochter Mathilda in Empfang“, so Ledgers Schwester.

Der Jean Hersholt Humanity Award ging dieses Jahr an Komikerlegende Jerry Lewis, der sich rührend mit einer knappen Rede bedankte. Auch wenn „Der Baader Meinhof Komplex“ sich in der Kategorie „Bester ausländischer Film“ der japanischen Produktion „Okuribito“ geschlagen geben musste, ging eine Goldstatue an Deutschland. Jochen Alexander Freydank nahm für seinen Film „Spielzeugland“ die Trophäe in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ mit nach Hause.

Eine große Überraschung des Abends gab es dann aber doch noch in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. Nicht Golden Globe Gewinner Mickey Rourke nahm für „The Wrestler“ den Goldjungen mit nach Hause, sondern Sean Penn für seine Rolle als homosexueller Politiker in „Milk“. Der liebenswerte Roboter Wall.E packte nach dem Golden Globe nun auch den Oscar ein.

Nach einer amüsanten und kurzweiligen Verleihung verabschiedete sich Laudator Hugh Jackman schließlich mit den Worten „Keep making movies and keep watching them!“ (Macht weiter Filme und hört nicht auf, sie anzusehen). Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt "And the Oscar goes to..." 

(Bettina Kittl)

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